Hände auf dem Bauch
Verdauungsprobleme zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Störungen. Ob Durchfall, Verstopfung oder Blähungen – all das ist unangenehm, aber meist völlig harmlos.
Mann mit Fieberthermometer
Die Virusgrippe ist hoch ansteckend und gefährlich. Die Erreger verändern sich ständig, daher macht eine überstandene Grippe nicht immun gegen die nächste.
Mann niest ins Taschentuch
Sie sind ungefährlich, aber extrem lästig. Erkältungen schlagen mehrmals im Jahr zu – denn ihre Viren breiten sich bereits beim Sprechen oder per Händedruck aus.
Füsse auf Waage
Wer zu viel oder falsch isst, wird dick. Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Vor allem die gesundheitlichen Folgen sind fatal.
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Mit Bakterien gegen das Reizdarmsyndrom

Viele Menschen leiden unter einem Reizdarmsyndrom – aus bisher weitgehend ungeklärten Ursachen. Forscher haben nun herausgefunden, dass eine veränderte Darmflora bei der Entstehung eine Rolle spielt. Probiotika können deshalb helfen. Wir beraten Sie dazu gerne in unserer Apotheke.

Etwa jeder fünfte Deutsche leidet an einem Reizdarmsyndrom (RDS): Schmerzen oder Unwohlsein im Bauchraum, verbunden mit Durchfällen oder Verstopfung, sind die Folge. Experten gehen davon aus, dass eine gestörte Darmflora das RDS begünstigt. Sie erhoffen sich von ihren Erkenntnissen neue therapeutische Ansätze. Insbesondere die Behandlung mit Probiotika, also Mikroorganismen wie etwa Milchsäurebakterien, werden nach aktuellen Studien zunehmend empfohlen, so die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Darmflora entscheidender Faktor für das Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische Funktionsstörung des Verdauungstrakts. Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall schränken die Lebensqualität von Menschen mit einem RDS erheblich ein. „Wir vermuten, dass die Zusammensetzung der Bakterien im Darm ein entscheidender Faktor für die Entstehung des Reizdarmsyndroms ist“, erläutert Professor Dr. med. Stephan C. Bischoff, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin in Stuttgart.

Der Darm beherbergt zehnmal mehr Mikroben, als der gesamte menschliche Körper Zellen hat – insgesamt sind es 1,5 Kilogramm. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese vielfältige Darmflora bei RDS-Patienten anders zusammengesetzt ist als bei Gesunden: Einzelne Bakterienarten kommen seltener, andere Arten häufiger vor. „Diese Unterschiede sind vermutlich ein Schlüssel zu einer geeigneten Therapie“, vermutet auch Professor Dr. med. Peter Malfertheiner, Kongresspräsident der DGVS.

Probiotika können helfen
Bereits seit zehn Jahren behandeln Ärzte RDS-Patienten mit Probiotika – dies sind mit lebensfähigen Mikroorganismen angereicherte Nahrungs- und Arzneimittel. Probiotika bestehen aus verschiedenen Bakterienstämmen wie Bifidobakterien, Lactobazillus-Stämmen oder Streptococcus faecalis. Sie sollen ausgleichend auf die Darmflora wirken. Doch bisher fehlten Studien, die deren Wirksamkeit belegen. „In den vergangenen fünf Jahren hat die Forschung jedoch weitestgehend gezeigt, dass die Behandlung mit Probiotika Therapieerfolge mit sich bringt“, sagt Professor Bischoff. Welche Bakterien die Darmflora bei einem Reizdarmsyndrom am günstigsten beeinflussen, ist jedoch weiterhin ungeklärt. Zudem wird momentan noch über weitere Ursachen für das Reizdarmsyndrom diskutiert, beispielsweise überaktive Immunzellen oder Genveränderungen. Auch andere Therapieansätze sind deshalb vielversprechend.

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Informationen zu Probiotika und ihrer Wirkung gegen das Reizdarmsyndrom erhalten Sie bei uns in der Apotheke.

Quelle:
Pressemitteilung „Bakterien mit Bakterien bekämpfen: Probiotika mildern Beschwerden bei Reizdarmsyndrom“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften


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Verdauungsprobleme können sehr belastend sein: Ein entscheidender Faktor für die Entstehung eines Reizdarmsyndroms ist eine veränderte Darmflora. Probiotika, etwa mit Milchsäurebakterien, können die Beschwerden lindern.
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